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Dies ist eine Dokumentation der Änderungen, die im Verlauf der
letzten fünfundzwanzig Jahre an meiner XT gemacht wurden.
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So hat sie wohl mal ausgesehen, als der erste Besitzer sie 1980 aus
dem Laden geholt hat. |
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So habe ich sie 1981 kennen gelernt und 1986 auch gekauft:
Schwarzgrüne Lackierung, technisch völlig original. Später bekam sie
einen Fettkettenkasten. |
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Mit Sebring-Auspuff,
SR-Vergaser, Ölkühler,
verchromten Rückspiegeln und Riesen-Topcase. |
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In den neunziger Jahren:
Kunststoffkotflügel vorn und hinten, Koni-Stoßdämpfer,
12V-Umbau, Direktschmierung,
Ochsenaugenblinker,
Eigenbau-Gepäckträger, Sebring-Auspuff, 600er
EGU-Motor |
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Der augenblickliche Zustand
(März 2004): |
| 12V-Umbau Die originale 6V-Anlage
der XT ist meiner Ansicht nach schlicht unbrauchbar und gefährlich. Wer
nicht unbedingt Wert auf den Originalzustand legt, sollte unbedingt
umbauen. Mittlerweile gibt es ja auch 35W-Halogenlampen, die nicht
ständig die Batterie leer saugen. Die gibt es zwar auch für 6V, aber
dann hat man immer noch keine brauchbaren Blinker, und unterwegs sind
6V-Halolampen nirgendwo zu bekommen. Tipps und
Schaltpläne zum 12V-Umbau gibt es in der
Bastelecke und der
Technik-Datenbank.
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Direktschmierung Die bekannte
Doppelte Direktschmierung habe ich noch bei Wunderlich erstanden; bei
Kedo bekommt sie unter der Bestellnr. 92001 für € 39,90.
Über Sinn und Unsinn dieser Einrichtung ist in den Foren sehr viel
diskutiert worden. Ob sie bei mir eine positive Auswirkung hatte,
ist schwer zu beurteilen. Jedenfalls ist sie nicht zu teuer, sieht gut
aus, macht keinen Ärger und beruhigt. Ich würde sie jedenfalls anbauen,
wenn ich sie nicht hätte.
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| EGU-Motor Ich
beschränke mich hier auf einige wenige, durch Zeugen belegbare Tatsachen:
Als der Motor geliefert wurde, war die Zündung falsch zusammengebaut
und zündete im Auslasstakt.
Mit der von EGU gelieferten Bedüsung lief die Maschine sehr schlecht.
Nach weniger als zweitausend Kilometern trat ein Pleuellagerschaden auf.
Nach der Reparatur trat wiederum nach weniger als zweitausend Kilometern
ein Lagerschaden auf.
Danach habe ich den Motor ausrangiert. Wer mehr Informationen möchte,
kann mir ja eine
Mail schicken.
Für Herrn Egetmayr: Ich habe eine Rechtschutzversicherung, und
meine Kusine ist Anwältin!
Alle von mir gemachten Aussagen können von Zeugen beeidet werden.
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| Fettkettenkasten
Wenn ich
irgendetwas am Motorradfahren hasse, dann ist es die Kettenpflege; eine
lästige und dreckige Arbeit, immer verbunden mit der Angst, bei
schlampiger Arbeit die Kette oder noch viel mehr (Getriebelager oder den
ganzen Motor bei Kettenriss) zu ruinieren. Besondere ärgert mich dabei
der Gedanke, dass es ja nicht wirklich nötig wäre, wenn die sonst doch
recht innovativen Motorradhersteller da mal tätig werden würden
(Zahnriemen, geschlossener Kasten, serienmäßiger Kettenöler...).
Darum montierte ich an meiner ersten XT
einen Becker-Fettkettenkasten; Friedrich, dem meine jetzige XT damals
gehörte, machte das gleiche. Die Montage war ziemlich aufwändig, unter
anderem mussten an der Schwinge die Halterungen für den Kettenschutz und
der Kettenspanner entfernt werden. Außerdem musste am Kettenkasten oder
am Hinterrad etwas abgedreht werden. Genau weis ich das nicht mehr, das
war 1882 oder 83. Da aber solche Kettenkästen bei ebay für die XT
angeboten werden, schreibe ich das hier trotzdem.
Der Fettkettenkasten war leider ein Reinfall.
Die Kette längte sich genauso schnell wie vorher, die Gummischläuche
scheuerten sich durch.
Das hängt wahrscheinlich mit den (relativ) langen Federwegen zusammen und
damit, dass der Kettenspanner demontiert werden musste.
Irgendwann fiel dann der ganze Kasten auseinander, ich kann mich
leider an die Details nicht mehr erinnern. Jedenfalls brauchte ich eine
neue Schwinge, weil ja die Halterungen für den Kettenspanner weg waren.
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| Kunststoffkotflügel Ich
hatte vorne und hinten einen Acerbis-Kotflügel montiert. Der Vordere saß
wie bei einer Straßenmaschine direkt über dem Rad.
Ich fand diese weit über dem Vorderrad flatternden Endurokotflügel
eigentlich immer unschön und wollte die Optik verändern. Die alten
Scrambler hatten ja auch so ausgesehen, und im Schlamm wühlen wollte ich
sowieso nicht - und nur dafür braucht man hochgesetzte Kotflügel.
Außerdem erhoffte ich mir eine besser Schutzwirkung gegen Dreck und eine
verbesserte Kühlung, da der Motor besser im Luftstrom lag.
Eine deutlich spürbare Veränderung war allerdings weder in der einen
noch in der anderen Richtung auszumachen. Die Optik ist halt
Geschmacksache; damals gefiel er mir gut, heute würde ich ihn nicht
wieder anbauen.
Später habe ich ihn durch einen Aluminiumkotflügel ersetzt.
Alukotflügel für 21"-Räder gibt es bei:
Southern Division
Blutenburgstr. 75
80634 München
(089) 13 44 52
An der neuen Vorderradgabel ließ er sich nicht mehr so ohne weiteres
befestigen, Miles baute wieder einen Enduro-Kotflügel dran. Den habe ich wieder gegen den aus Aluminium ersetzt.
Den hinteren Kunststoffkotflügel (auch von Acerbis) montierte ich, um
die Optik zu verändern, das Gewicht zu verringern und um problemlos ein
kleineres Rücklicht montieren zu können - für den Originalkotflügel
hätte man erst einen Halter basteln müssen.
Dummerweise nahm ich an, bei einem Kunststoffkotflügel auf eine
Gummilagerung des Kotflügels verzichten zu können - ein Irrtum, den ich
mit diversen zerstörten Rücklicht-Soffiten bezahlte.
Als Miles mir einen Undercover-Auspuff anbot, bei dem der
Schalldämpfer praktisch den vorderen Teil des Kotflügels ersetzte und
die Abgasrohre hinten unter dem Ende des (Original-) Kotflügels
herauskamen, musste das Kunststoffteil wieder dem metallenem Original
weichen. Ich habe ihm auch keine Träne nachgeweint.
Den ziemlich heruntergekommenen Originalkotflügel brachte ich zu
einer Lackiererei. Das war aber nicht so schlau, denn für die
Neulackierung bezahlte ich soviel Geld, dass es fast für einen neuen
Kotflügel gereicht hätte. Fazit: Selber machen oder neu kaufen.
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Ochsenaugen-Blinker
Die Ochsenaugen habe ich damals in erster Linie
montiert, um Strom zu sparen. Es muss ja nur noch eine 21W-Lampe
betrieben werden statt zwei. Außerdem hatte man so die Möglichkeit, die
hässlichen und schweren Lampenhalter vorne und hinten los zu werden.
Um die Leitungen durch den Lenker zu bekommen habe ich
zwischen den Lenkerklemmen zwei kleine Löcher gebohrt, da der Lenker
dort statisch wenig beansprucht wird. Der linke Blinker wollte sich
nicht richtig festklemmen, dort habe ich ganz außen am Lenker auch ein
Loch gebohrt und Gewinde geschnitten. Eine kleine Klemmschraube sorgt
jetzt für festen Halt des Blinkers.
Eine Eintragung der Blinker war beim TÜV Nienburg
problemlos möglich, ist allerdings abhängig vom Baujahr. Wenn ich mich
richtig erinnere, dann geht es nur bis Baujahr 83.
Die Blinkergläser müssen Prüfzeichen haben, es sind
auch ungeprüfte Billigmodelle im Handel, die werden nicht eingetragen.
Gekauft habe ich sie bei Detlef Louis.
Die Blinker sind sehr solide, ich habe nur einmal ein
Glas erneuern müssen.
Ochsenaugen ohne Blinker hinten würde ich heute nicht
mehr montieren, da sie von hinten nicht gut zu sehen sind, wir mir meine
Freunde schon öfter sagten. Tagsüber halte ich daher öfter
sicherheitshalber noch kurz den Arm raus.
Aber einfach zusätzliche Blinker kann man ja auch nicht montieren, dann
muss man wieder zum Eintragen, und das nervt und kostet Geld. Also bleibt es erst
Mal so.
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| Ölkühler Damals war ich viel auf der
Autobahn unterwegs, da ich in Hamburg wohnte und meine Freundin in
Hildesheim. Und das zeitweise mit dem Nebenluft ziehenden
SR-Vergaser.
Darum montierte ich damals einen Ölkühler, von dem ich mich aber später
wieder trennte. Eine serienmäßige, richtig eingestellte XT braucht in
unseren Breiten keinen Ölkühler.
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| Sebring-Auspuff:
Habe ich
damals gebraucht gekauft. Er ist im Gegensatz zum Original ausgesprochen
korrosionsfest und langlebig. Einige Leute berichten von
Leistungsverlust, das kann ich eigentlich nicht bestätigen.
Ein Ärgernis ist die Schelle, die den Auspuff hinten hält. Es ist
praktisch unmöglich, sie verspannungsfrei zu montieren, und darum bricht
sie immer wieder mal. Wenn man das über einen längeren Zeitraum nicht
bemerkt (der Auspuff hält sich auch so), dann kann sich der ganze
Auspuff kaputt vibrieren. Mir ist dann auf der Autobahn der ganze Topf
davongeflogen... Ein weiteres Problem ist die Flöte, die hinten im Auspuff steckt und nur mit
einer kleinen Blechschraube gesichert ist. Offensichtlich geht der
Hersteller davon aus, das man dieses Ding sowieso nur alle zwei Jahre
für den TÜV montiert.
Mir war die XT aber offen zu laut, und so habe ich die blöde Flöte
zweimal verloren. Beim ersten Mal auf der Autobahn, da musste ich eine
neue kaufen; beim zweiten Mal habe ich sie in der nächsten Autowerkstatt
anschweißen lassen - ich war auf Urlaubstour und hatte keine passende
Schraube dabei, wer fährt schon Blechschrauben spazieren.
Das hört sich jetzt nach viel Gemecker an, aber ich hatte den Auspuff
ja auch sehr lange und war unter dem Strich eigentlich sehr zufrieden
damit. Als sich der alte auf der Autobahn zerlegt hatte, habe ich mir
das gleiche Modell wieder gekauft.
Den Sebring bekommst Du z. B. bei Kedo
Bestellnr. 90002 für € 279,- (Katalog 2004)
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| SR-Vergaser: Den hatte mir auch
jemand gebraucht aufgeschwatzt mit der Behauptung, sie würde damit im
unteren Drehzahlbereich besser ziehen.
Nicht gesagt hatte er mir, dass die SR einen Unterdruck-Benzinhahn
hat und man dessen Anschluss am Vergaser verschließen muss, damit keine
Nebenluft gezogen wird. So wunderte ich mich über einen ständig zu
heißen Motor, bis ich den Vergaser entnervt wieder demontierte.
Irgendwelche Verbesserungen konnte ich nicht feststellen, ein
holländischer SR/XT-Freak empfiehlt sogar, die SR auf den XT-Vergaser
umzurüsten. Ich würde heutzutage den Mikuni TM-Vergaser empfehlen.
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| Topcase In einem Topcase kann man
Regenklamotten und Werkzeug ständig spazieren fahren. Ich empfinde es
als dermaßen praktisch, dass ich eigentlich nie ohne so ein Ding
unterwegs bin.
Der Riesenkasten, den ich damals spazieren fuhr, stammte aus dem
Fotohandel, war aus dünnem, alubeschichteten Sperrholz und eigentlich
viel zu schwer. Aber er war billig, und ich hatte wenig Geld. Die
Fahreigenschaften wurden durch das Monstrum aber nicht so deutlich
schlechter, wie man eigentlich meinen sollte.
Diverse Jahre benutzte ich einen Krauser-Seitenkoffer, den ich auf dem Flohmarkt erstanden habe.
Abnehmbar, ziemlich wasserdicht und ausgesprochen praktisch - aber
ziemlich hässlich.
Seit August 2005 habe ich ein Hepco & Becker
Alutopcase.
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| Miles-Motor Der
Zylinder hat eine Zugentlastung, die verhindert, dass er
trotz 600ccm und erhöhter Verdichtung abreißt. Größere Ventile, Mikuni
TM 40-Vergaser und eine modifizierte Supertrapp-Anlage bringen 48 PS und ein
maximales Drehmoment von ca. 50 Nm.
Wie lange so etwas hält?
Miles gibt ein Jahr Garantie ohne Kilometerbegrenzung - das fand ich schon mal
gut.
Bis jetzt (Stand Juni 2009) läuft er jedenfalls noch, im Gegensatz zu dem 600er
EGU-Motor - der ist mir zweimal nach ca. 1800
Kilometern verreckt - Pleuellager kaputt. Ursache war wohl vor allem ein zu schwerer Kolben. Der
von Miles verwendete Kolben ist nicht schwerer als das Original, das größere
Ventil auch nicht. Außerdem
brachte der EGU-Motor kaum Leistungszuwachs - aber diesmal... der Motor macht soviel Spaß, dass
mir beim Fahren vom Grinsen irgendwann das Gesicht weh tut!
Jede Menge Dampf im unteren Drehzahlbereich, schöner Sound. Endlich
entspannt mit zweieinhalbtausend Touren durch den Ort zockeln, ohne dass
die Karre anfängt zu ruckeln und zu bocken. Und wenn man dann am Gas
dreht... das dumpfe Blubbern wird zum lauten Röhren, und was dann so an
Leistung kommt - wow!
Wenn er jetzt
auseinanderfiele würde ich jedenfalls ohne zu Zögern sagen: Hat sich gelohnt.
Nachteile: Man muss Superplus fahren. Das und der offenen
Luftfilter disqualifizieren die umgebaute Maschine für Wüstentouren uns
sonstige Expeditionen. Aber da gibt es ja noch den 535 Umbau von
Miles...
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White-Power-Vordergabel
Die Vordergabel ist von White Power, gekürzt, um die
Fahrwerksgeometrie nicht zu verändern. Eingebaut hat sie
Miles-Motors
Als Lenkkopflager wurden
Kegelrollenlager vom Emil
Schwarz verwendet.
Sie hat mich auf meiner ersten
Tour mit ihr im Elbsandsteingebirge südlich von Dresden doch ein wenig
verwirrt. Man sieht lauter Schlaglöcher und Buckel unter sich
vorbeiziehen, merkt aber praktisch nichts davon... gerade soviel, dass
man die Straße noch fühlt.
Die KTM-Vorderradbremse ist fürs Gelände gedacht - man kann sie sehr
feinfühlig dosieren, fürs brutale Verzögern braucht man ein bisschen
Kraft. Wenn man eine XT-Trommel gewöhnt ist, dann macht das keine
Probleme - ist auch nett, wenn das Rumreißen am Bremshebel jetzt mit
spürbarer Verzögerung belohnt wird.
Ein Nachteil des Umbaus war, dass der hübsche alte
Tacho mangels Tachoantrieb nicht mehr arbeitete.
Der Spaß war nicht ganz billig, aber es hat sich gelohnt. Die Gabel ist
ganz große Klasse, und ohne die Scheibenbremse hätte ich mich mit
neuen
Motor wahrscheinlich mittlerweile umgebracht.
Ein Ärgernis sind die von KTM unterdimensionerten
Vorderradlager, die schon zweimal nach wenigen tausend Kilometern den
Geist aufgegeben haben.
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Supertrapp-Auspuff
Der Supertrapp gehörte zum Tuning-Kit von Miles. Er
ist klein, leicht, klingt gut und rostet nicht. Mehr kann man von einem
Auspuff eigentlich nicht erwarten. Allerdings ist es wohl nicht so ganz
einfach, die Dinger eingetragen zu kriegen.
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Progressive Suspension-Stoßdämpfer
Die Stoßdämpfer habe ich auch von Miles.
Eigentlich sind sie für Harleys gedacht. Ich kann eigentlich wenig über
sie sagen. Jedenfalls liegt die XT mit dem jetzigen Fahrwerk wunderbar.
Kein Wackeln, kein Eiern, einfach Super.
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Hinterrad Das Hinterrad
stammt aus einer SR. Die Speichen sind aus Edelstahl, die Felge hat eine
schmutzabweisende Beschichtung - echt super! Die gern verschleißende
Kettenradaufnahme hat ein Nadellager bekommen. Alles teuer, alles große
Klasse!
Die - durchaus wahren - Geschichten von brechenden Edelstahlspeichen
kommen übrigens laut Aussage von Meister Miles daher, dass oft Speichen
verbaut werden, die nicht exakt in die Aufnahmen der Felge passen. Die
sind dann natürlich verspannt und geben leicht ihren Geist auf.
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Elektronische
Instrumente
Ein Nachteil der neuen Gabel war, dass der hübsche alte
Tacho mangels Tachoantrieb nicht mehr arbeitete. Darum habe ich ein
komplett neues Cockpit mit elektronischem Tacho und Drehzahlmesser und
einem Voltmeter gemacht.
Die Instrumente sind von Louis, der
Halter ist Eigenbau.
So richtig begeistert bin ich von ihnen
nicht. Der Drehzahlmesser und der Tacho sind nicht stark genug gedämpft
für einen Einzylinder (trotz aufwändiger Aufhängung).
Beim Tacho muss man den Sensor so
einbauen, dass er senkrecht zu der Bewegungsrichtung des Magneten steht.
Da das in der Einbauanleitung nicht exakt beschrieben war, habe ich viel
Zeit mit experimentieren zugebracht und den Tacho sogar als defekt
zurückgegeben. Als er vom Werk zurückkam, hatte ich die Einbauanleitung
verbummelt. Auf der Louis-Website fand ich eine neue (guter Service!!),
auf der die Einbaulage des Sensors besser beschrieben wurde; aber er
geht immer noch nicht richtig.
Das Voltmeter ist nett. Bei der schwachen Lichtanlage kann ich z. B.
erkennen, ob das Bremslicht geht, weil beim Bremsen die Spannung
deutlich heruntergeht. Man kann auch deutlich erkennen, wenn der
Batterie die Puste ausgeht.
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Reinschlüssel-Tank Optisch stellt der
Originaltank für mich eigentlich das Optimum dar, aber etwas längere
Touren damit zu fahren ist einfach ätzend, vor allem wenn man kleine
Straßen und einsame Gegenden bevorzugt. Die unglaublich hässlichen
Plastiktanks von Acerbis u. ä. kamen für mich nicht in Frage. Eigentlich
hätte ich gern einen 17 Liter-Tank gehabt, aber die erhältlichen mochte
ich auch nicht leiden. Also wurde es ein 22-Liter-Tank von
Reinschlüssel, erstanden bei Wunderlich. Der Tank war unbehandelt, die
Oberfläche hatte zum Teil tiefe Kratzer. Wenn man ihn lackieren will ist
das schnell zugespachtelt; wenn man aber eine polierte Metalloberfläche
haben will bedeutet das viele Stunden Schleifarbeit (Danke, Stefan und
Elke, dass ich das nicht alleine machen musste!). Da merkt man, warum
ein montagefertiger Tank noch viel teurer ist.
Ich wunderte mich über die sehr schwächlich wirkenden vorderen
Halterungen, die dann auch nach kurzer Zeit ausrissen. Ich legte dann
zurechtgeschnittene Stücke aus einer Isomatte zwischen Tank und
Rahmenrohr. Bei einem Anruf bei Reinschlüssel erfuhr ich, das so eine
Unterlage auch vorgesehen ist. Es war aber halt keine dabei, es gab
keine Montageanleitung und auch im Katalog war nichts davon erwähnt.
Das hat mich schon geärgert, für soviel Geld hatte ich eigentlich ein
ausgereiftes Produkt erwartet. Aber bei den Kleinserien-Teilen aus dem
Zubehörhandel ist immer mitdenken und basteln angesagt.
Im Übrigen gibt es an dem Tank nichts zu meckern, er ist sehr solide
gefertigt und passgenau - sein Handwerk verstand der alte Herr
Reinschlüssel offensichtlich (Die heutige Firma Reinschlüssel wird
vom Sohn geführt und bietet diese Tanks meines Wissens nicht mehr an;
eine Anfrage von mir wegen eines undichten Benzinhahns wurde nicht
beantwortet).
Bereut habe ich den Kauf daher trotz des besagten Ärgers nicht.
Die Reserve ist übrigens trotz zweier Benzinhähne und des großen
Tankvolumens sehr klein, also immer rechtzeitig tanken!
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Pulverbeschichteter Rahmen
Ich habe den Rahmen und ein paar Anbauteile pulverbeschichten lassen.
Ich habe es bisher nicht bereut,
die Beschichtung hält sehr gut. Wie ich in den Foren so hörte, ist die
Qualität der Beschichtung aber nicht immer gleich, also am besten vorher
Referenzen einholen, bevor man das gute Stück einem Betrieb anvertraut.
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Verstärkte Kette Die habe ich auch bei
Wunderlich erstanden, gibt es inzwischen aber auch bei
Kedo: Bestell-Nr. 90112, € 99,90
Eine dickere Kette hat natürlich einen Nachteil: Sie frisst Leistung;
gerade wenn sie schlecht gepflegt wird, sind ganz schnell ein paar PS
weg. An einer 27 PS-XT würde ich sie nicht montieren.
Wenn man wie ich die Kettenpflege hasst wie der Teufel
das Weihwasser ist sie sonst aber eine tolle Sache. Kettenspannen
entfällt fast vollständig, zusammen mit
Kettenöler
hoffe ich jetzt, mich wartungsmäßig dem Kardanantrieb zu nähern. Die
Lebensdauer des Kettensatzes scheint gegen unendlich zu gehen.
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Kastenschwinge Die verchromte
Kastenschwinge ist auch von Wunderlich, man bekommt sie jetzt auch bei
Kedo Bestell-Nr. 23039, € 350,00
Nach Meinung des Tuning-Gurus von
Miles-Motors reicht die Originalschwinge völlig aus, wenn sie
spielfrei gelagert wird, er verbaute ja auch an der 700er mit 60 PS
nichts anderes.
Meine alte Originalschwinge war dann jedenfalls nicht mehr vernünftig
gelagert, nach dem Umbau lag sie deutlich besser. In der Mailingliste
war mal zu lesen, dass die Lager ganz pfuschig eingebaut seien und nach
kurzer Zeit weggammeln. Im Sommer 2006 musste ich auch die Lager
tauschen. Sonderlich gut geschützt sind sie jedenfalls nicht montiert,
aber bei mir haben sie trotzdem acht oder neun Jahre gehalten.
Ärgerlich ist ein Herstellungsfehler: Die Bohrungen für die
Sicherungssplinte sind so weit außen auf der Achse, dass wenigstens eine
davon außerhalb der Kronenmuttern liegt. So was muss doch wirklich nicht
sein....
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Fahrradtacho So ein
Fahrradtacho ist sehr praktisch. Er ist genauer als das mechanische
Ding, zeigt Uhrzeit, gefahrene Zeit, gefahrene Strecke, Durchschnitts- und maximale
Geschwindigkeit an.
Da ich den Tageskilometerzähler des Tachos als
Tankuhr-Ersatz benutze, habe ich dadurch wieder einen benutzbaren
Tageskilometerzähler.
Die Sigma-Tachos messen bis 300 km/h, das reicht für
eine XT meistens :-), und teuer sind sie auch nicht.
Als ich auf der ersten Tour mit Fahrradtacho meinen
drei Freunden Abends die gefahrene Strecke und den Durchschnitt
verkündete, hörte ich von allen: "Wer will denn das wissen?"
Inzwischen haben sie alle einen...
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Nology-Zündkabel Das
Nology-Zündkabel habe ich im April
2004 montiert. Die Maschine springt damit deutlich besser an. Bis jetzt
war es mir nie gelungen, den kalten Miles-Motor mit dem ersten Kick zum
Leben zu erwecken, zwei hatte ich immer mindestens gebraucht. Jetzt geht
es! Bei warmem Motor musste ich bisher öfter die Leerlaufschraube ein
bisschen eindrehen, damit die Maschine ansprang. Jetzt reicht oft ein
lässiger, beiläufiger Kick, und der Motor läuft.
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12V-Steckdose
Die Steckdose benutze ich weniger zum Betreiben
externer Geräte, sondern um die Batterie fit zu halten. In der Garage
schließe ich über die Steckdose immer ein Ladegerät an, das nachts
schaltuhrgesteuert immer ein bisschen Strom in die Batterie pumpt.
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Wenn jetzt jemand wegen der vielen
Kedo-Links hier meint, ich
würde Werbung für die machen: Stimmt!
Kedo engagiert sich zur Zeit am meisten für unsere SRs und XTs, was die
Ersatzteil- und Zubehörversorgung angeht, und die Leute dort sind sehr nett und
machen einen kompetenten Eindruck. Die sollten wir uns warm halten!
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