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Motorradfahren - was soll das? Motorradfahren ist gefährlich: Strafzettel, Führerscheinverlust, Rheuma, gebrochene Knochen, Querschnittlähmung, Tod - alles möglich. Motorradfahren ist Umweltverschmutzung: Ich produziere überflüssigen Lärm und Abgase. Motorradfahren ist teuer: In mein Motorrad habe ich in den letzten vier oder fünf Jahren fünfzehntausend Mark gesteckt. Dafür hätte ich z. B. folgendes tun können:
Die normalen Unterhaltungskosten wie Sprit, Steuern, Versicherung, Reifen usw. sind dabei noch gar nicht berücksichtigt! Lohnt sich das denn alles? Die Antwort auf die erste Frage ist ein uneingeschränktes JA! Dazu ein paar Texte anderer
Autoren
Ganz so einfach ist es ja nun doch nicht. Die Faszination des Motorradfahrens ist nicht mit ein paar Worten zu erklären. Es gibt sehr viele unterschiedliche Gründe dafür:
Ein ganz besonders schwierig zu erklärendes Kapitel. Das bedarf ja kaum einer Erklärung, jeder hat das schon einmal gespürt,
beim Laufen, Radfahren, Schlitten fahren, Auto fahren. Schnell unterwegs zu sein
hat was. Wenn man Motorrad fährt, fühlt man sich frei. Das ist so, Punkt. Aber ist Freiheit nicht immer eine Illusion? Ob man sich frei fühlt, hängt
nicht von äußeren Umständen ab, sondern von der inneren Einstellung Wenn ich Motorrad fahre, vergesse ich meine Alltagsorgen, niemand schreibt mir vor, wohin ich zu fahren habe - das macht es aus. Bei allzu vielen Verbotsschildern, Staus und ähnlichem verschwindet dieses Gefühl von Freiheit auch schnell, und man hockt auf der Karre und muffelt vor sich hin. Wenn man einen Draht dazu hat, macht Technik Spaß. Im Gegensatz zu hochintegrierter Elektronik wie in Computern ist Motorradtechnik - vor allem bei älteren Maschinen - einigermaßen überschaubar. Wer will, kann mit vertretbarem Aufwand dahinter kommen, warum ein Motorrad fährt, und dann auch selbst dafür sorgen, dass es auch so bleibt. Zitieren wir doch einmal Robert M. Pirsig: Ein Freund von mir, der genau dieselbe Maschine hat wie ich, dieselbe Marke, dasselbe Modell und sogar dasselbe Baujahr, brachte sie einmal zum Reparieren rüber, und als ich hinterher eine Probefahrt machte, konnte ich kaum glauben, dass sie vor Jahren aus demselben Werk gekommen war. Man merkte, dass sie vor langer Zeit ihre eigenen charakteristischen Fahreigenschaften, ihren eigenen Klang angenommen hatte, alles ganz anders als bei meiner Maschine. Auch nicht schlechter, aber anders. Ich glaube, man könnte da von Charakter sprechen. Jede Maschine hat ihren persönlichen, einmaligen Charakter, den man wahrscheinlich als die intuitive Summe all dessen definieren könnte, was man über sie weiß und empfindet. Dieser Charakter verändert sich laufend, meistens zum Schlechteren, manchmal aber auch ganz unverhofft zum Besseren, und dieser Charakter ist der eigentliche Gegenstand der Motorradwartung. Die Neuen sind zunächst gutaussehende Fremde, und je nachdem, wie man sie behandelt, entarten sie entweder in kürzester Zeit zu notorischen Versagern oder sogar Krüppeln, oder sie verwandeln sich in gesunde, gutmütige, treue Freunde. Die folgenden Kapitel habe ich mir bisher nur vorgenommenen, aber vielleicht willst Du ja auch etwas dazu sagen - schick mir eine Mail
Ich habe mich mal umgehört und ein paar Texte zusammengesucht: Aus dem Buch "Die
obere Hälfte des Motorrads" von Bernt Spiegel (Motorbuch Verlag, ISBN
3-613-01995-7); mit freundlicher Genehmigung des Autors. Eric erklärt uns, was Motorradfahrer und Ratten so gemeinsam haben. Uwe sieht das mit dem Kurvenfahren so Ein Text von Mark C. Taylor u. Jose Marquez aus dem Buch "The Art of the Motorcycle", das ich hiermit Liebhabern klassischer Motorräder wärmstens empfehlen möchte.© Guggenheim / Hartje ISBN 3-7757-0810-3 |