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unter Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse In unserem Land werden Menschen in aller Öffentlichkeit angegriffen, beleidigt, bedroht und sogar ermordet. Sie werden Opfer, weil ihre Haut nicht weiß ist, sie einen anderen Gott anbeten oder anders denken und leben als die meisten von uns. Das darf nicht sein. Das muss nicht sein, denn wir können ihnen helfen. Wir können helfen, indem wir unsere eigene Angst überwinden und einschreiten, wenn andere in Gefahr sind. Die folgenden zehn Punkte für Zivilcourage sagen wie: 1. Sei vorbereitet
2. Bleibe ruhig
3. Handle sofort
4. Hole Hilfe
5. Erzeuge Aufmerksamkeit
6. Verunsichere den Täter
7. Halte zum Opfer
8. Wende keine Gewalt an
9. Provoziere den Täter nicht
10. Rufe die Polizei
V.i.S.d.P.: S.Pelzel, U.Schulz; Mitglieder im Netzwerk Eberswalde, familiecourage@hotmail.com
Die Aktion "Zehn Punkte für Zivilcourage" begann am 6. März 2001 in Eberswalde. Sie steht unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse. Auf Plakaten, Flugblättern oder Postkarten werden Bürger informiert, wie man sich verhalten kann, sollte man Zeuge eines rechtsradikalen Anschlages werden. Diese Zehn Punkte für Zivilcourage sind sorgfältig recherchiert, von der Eberswalder Polizeipräsidentin Uta Leichsenring und ihrem Psychologenteam überprüft, sowie von einem Erziehungswissenschaftler, der viel mit Jugendlichen aus der Rechten Szene arbeitet. Ziel ist es, die Zehn Punkte für Zivilcourage bundesweit zu verbreiten, zum Beispiel an Schulen und in Öffentlichen Verkehrsmitteln.
Hintergrund: Die Journalistin Svenja Pelzel und der Wissenschaftler Dr. Ulrich Schulz haben die Zehn Punkte für Zivilcourage zusammengetragen und sie dem Netzwerk Eberswalde vorgestellt. Das Netzwerk hat daraus eine Postkarte Grüne Karte für Zivilcourage erstellt. Am 6. März wurden diese Karten erstmalig im Anschluss an eine Pressekonferenz an Eberswalder Bürger verteilt. Außerdem wurden Plakate in kommunalen Einrichtungen gehängt und selbstklebende Folien in sämtlichen Barnimer Bussen angebracht. Gleichzeitig hat Reinhard Wienke von der RAA Angermünde in Kooperation mit der Eberswalder Polizei eine Rote Karte gegen Hass-Schmierereien entworfen.
Kontakt: Svenja Pelzel, Schreinerstraße 53, 10247 Berlin, Tel.: 030 422 93 16, Pelzel31@aol.com Prof. Norbert Jung, FH-Eberswalde, Fr.-Ebert-Str. 16, 16225 Eberswalde, 03335-657-311, njung@fh-eberswalde.de
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